13 Oktober 2011

Tierrettung XY

(Mini-Whisky..Heute ist er viiiieeel größer ^^)

Gerade klingelte es an meiner Tür.
Ich öffnete und vor mir stand die Frau die in der Wohnung unter uns wohnt.
"Hallo, vermissen sie ihre Katze?"

Mein Herz schlug direkt schneller.
Nein eigentlich nicht, dachte ich.
Andererseits hat er in den letzten Stunden auch nicht von sich hören lassen.
In meinem Kopf ging es durcheinander.
Bis der erlösende, dumpfe Aufprall kam,
der mir versicherte das mein Kater noch bei mir war.
Er sprang vom Tisch auf den Fußboden um zur Tür zu kommen
und zu schauen wer da wohl ist.
Neugierig wie immer.

"Nein, meine ist noch da. Haben sie eine gefunden?"
"Draußen läuft die ganze Zeit eine auf der Straße hin und her."

Das Nebengeplänker lassen wir mal weg,
damit war das Gespräch beendet.

Ich ging zum Fenster und schaute auf die Straße.
Da saß sie, klein, sehr klein, allein vor einem Auto.
Sie lief über die Straße, naiv wie sie eben sind in dem Alter.
Ich sah Scheinwerfer nahen und schon wieder gerieht mein Herz aus dem Rythmus.
Sowas kann ich mir einfach nicht mit ansehen!
Lauf kleines Kätzchen, lauf - schrie es in mir.
Glück gehabt, sie verschwand unter dem nächsten parkenden Auto.

Nun hielt es mich nicht mehr in der Wohnung.
Ich muss raus, ich muss helfen!
An der Haustür kam mir meine Mutter entgegen.
"Hast du die gesehen? Die ist doch noch so klein!"
Meine Mutter dachte genauso wie ich.
Wir müssen hinterher, wir müssen helfen!

Also suchten wir das Kätzchen, im Gebüsch.
Zum Glück hatte es ein kleines Glöckchen um den Hals, so konnten wir erahnen wo es steckte.
Als Katzenmama's wissen wir, womit man kleine Tiger anlockt.
Neugierig sind sie alle.
Das Miezchen gelockt, es (vorsichtig!) gepackt und erstmal mit der Taschenlampe angeleuchtet.

Da hängt noch etwas um ihren Hals!
Das kleine Amulett geöffnet und, Gott sei dank, die Adresse der kleinen war darin auf einen Zettel geschrieben.

Meine Mutter zweifelte.
Vielleicht darf die ja raus?
Vielleicht ist das gar keine reine Hauskatze?

Ich konterte.
Aber sie ist doch noch so klein, 
die kann man doch noch nicht rauslassen!
Und selbst wenn, das könnten wir ja nicht wissen,
wir klingeln jetzt einfach und gucken was passiert.

Gesagt, getan.

Die Besitzerin öffnete und ihre Augen leuchteten.
"Eigentlich sollte sie zurück kommen."
Sagte sie.
"Aber sie war schon einmal 1 1/2 Wochen weg,
alle haben sie gefüttert und am Ende
wusste sie nicht mehr wo sie hingehört!
Danke."

Wir waren erleichtert.
Und trotzdem verwundert.
Ich kann euch nicht erklären WIE klein diese Katze war,
aber definitiv zu jung um mitten in der Stadt auf der Straße herum zu sträunen.
Mitten in der Stadt!
Es hätte nur ein Auto und einen unglücklichen Moment gebraucht 
und ihr noch viel zu kurzes Leben wäre vorbei gewesen!

Jetzt mache ich mir so einige Gedanken.
Wie reagiert ihr in so einer Situation?
Helfen? Oder lässt euch das kalt?
Denkt ihr, solange es nicht euer Tier ist, ist es auch nicht euer Problem?
Oder habt ihr vielleicht sogar Angst davor, euch mit irgendetwas zu infizieren 
und wollt deswegen das Tier erst gar nicht anfassen?

Was macht ihr in so einer Situation?

:) :( :-/ :-* :-O X( :7 :-c ~X(

2 Kommentare:

  1. Wir haben auch mal Nachts ein Kätzchen eingesammelt bzw ging es nicht mehr aus unserem Häuschen und der TIERSCHUTZ!!! wollte es nicht abholen, Die Frau sagte dann müssen wir die Katze eben wieder laufen lassen. Da die katze aber total verwahrlost war haben wir sie dann in eine Tiernotklinik gebracht. Hat sich leider nie mehr jemand gemeldet und der arme Kater wird wohl ins Tierheim gekommen sein, aber dort hat er es wenigstens warm und wird gefüttert!

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  2. interessant...erst vor knapp 3 wochen haben wir ein katzenbaby bei uns aufgenommen!
    weil es inmitten von müll alleine rumlag
    angst vor irgendwelchen krnakheiten..muss ich sagen hatte ich keine sekunde lang
    LG

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