27 Februar 2013

Blogger-Forum Themenwoche 25.02.13 - 03.03.13


Es ist schon die 5. Themenwoche des Blogger-Forums, aber die Erste an der ich teilnehme.
Um euch ein paar Hintergrundinformationen zu geben: im Bloggerforum werden Vorschläge für eine Themenwoche gesammelt, dann wird eines ausgewählt und ein Zeitraum festgelegt. Diesmal fiel die Wahl auf "Burnout - Eine Volkskrankheit?". Also hab ich dazu mal das Bildchen da oben gebastelt und geb nun "meinen Senf dazu". (Den Link zum Bloggerforum findet ihr auch nochmal in der Sidebar.)

In meiner Familie und auch in meinem Bekanntenkreis gibt es einige "Fälle" von Burnout, von daher ist mir die Thematik nicht unbekannt. 

Als aller erstes möchte ich dazu auch noch sagen, dass ich absolut der Meinung bin, dass man über keine Erkrankung (egal welcher Art und Weise) Witze machen sollte. Man sollte kranke Menschen nicht als dumm, hilflos oder lächerlich hinstellen. Nichts in dieser Richtung ist vertretbar, dafür habe ich weder Verständnis noch Tolleranz übrig. Das gillt für Burnout genauso, wie für alle anderen körperlichen und seelischen Krankheiten. 

Ich finde im Allgemeinen, dass es in den heutigen Zeiten gar kein Wunder ist, dass so viele Leute unter Burnout leiden. Bei den Arbeitsbedingungen und Anforderungen die zur Zeit herrschen, bleibt einem fast nichts anderes mehr übrig als irgendwann zusammenzubrechen. 

Die absolute Mehrheit muss sich immer Gedanken um Finanzielles machen, manche haben 3 Jobs oder mehr, weil man mit einem nicht mehr über die Runden kommt. Und egal ob mit oder ohne Arbeit, meistens hat man auch noch riesige Probleme mit den Ämtern, immer und immer wieder. Ich zweifle auch nicht daran, wenn man immer öfter hört, dass das Ganze schon in der Schule anfängt. Egal wo, die Anforderungen werden immer höher, aber die Menschen bleiben immer gleich und irgendwann ist man dem nicht mehr gewachsen. 

Ich finde es auch schade, dass einige zwar wissen das etwas nicht stimmt, sich aber trotzdem keine Hilfe holen, weil sie sich dann für schwach halten. Das ist meiner Meinung nach totaler Quatsch. Lieber Hilfe holen bevor es zu spät ist und so unbekannt ist das Thema heute nun wirklich nicht mehr. Und Gesundheit geht immer vor, egal um was es sich handelt. Was bringt es denn auch dem Chef, wenn der Mitarbeiter nur noch auf Sparflamme läuft? Dann lieber mal aussetzen, gesund werden und wieder mit voller Power dabei sein, oder? 

Leider machen sich wohl die wenigsten Gedanken darum wie es einem anderen geht. Es geht immer nur um Leistung, Leistung, Leistung und wer die nicht mehr bringen kann, wird aussortiert. Finde ich sehr schade. Es ist doch nur Menschlich, dass man irgendwann auch mal am Ende ist, oder? 

- Jetzt sitze ich schon den zweiten Tag an diesem Post und hab das Gefühl, dass ich völlig am Thema vorbeirede. Durch das Eine ergeben sich so viele andere Themen, über die man schreiben könnte, aber es würde nie ein Ende nehmen. Deswegen lasse ich diesen Post jetzt so stehen wie er ist, auch wenn er vielleicht ein Wenig verwirrend erscheint und ich das ein oder andere Mal darüber nachgedacht habe alles wieder zu löschen. Seid mir nicht böse. -
:) :( :-/ :-* :-O X( :7 :-c ~X(

1 Kommentare:

  1. Dieser Beitrag spricht mir aus der Seele und ich weiß genau, was du mit deinem letzte Absatz meinst. Es gäbe soo viel mehr zu sagen und eines führt zum anderen, weil alles miteinander verbunden ist.

    Ich finde grundsätzlich das Wort "Burnout" nicht unbedingt geeignet für den Zustand einer "Erschöpfungsdepression", aber es hat sich nunmal so entwickelt und zumindest weiß jeder ungefähr, was damit gemeint ist.

    Ich selbst bin seit einigen Monaten wegen Depressionen, die aufgrund meiner Arbeitssituation ausgelöst wurden, krank und in therapeutischer Behandlung. Für mich war der allererste Schritt die absolute Hölle. Man fühlt sich - wie du schon sagst - schwach. Aber auch so alleine. Man hat Angst, dafür verurteilt zu werden; Angst, dass jemand sagt (oder denkt) "Stell dich nicht so an". Im Nachhinein habe ich erfahren, dass es schon anderen Kollegen so ging, die mittlerweile wieder gesund sind, aber sie haben sich wohl auch so gefühlt. Egal, mit wem ich über meine Krankheit gesprochen habe - 90% kennen jemanden, oder sind/waren selbst betroffen. Sei es Job oder Uni – überall gibt es Menschen, die den Anforderungen unserer Gesellschaft erliegen.

    "Ich brauche Hilfe!" zu sagen ist nicht so einfach, wie das für einen Nichtbetroffenen klingt. Da gehen Dinge im Kopf ab, die sich jenseits einer rationalen Realität bewegen.

    Es wäre einfacher, wenn in Firmen und allgemein mehr darüber gesprochen würde. Wenn jeder Mensch wüsste, dass es okay ist, etwas eben nicht zu schaffen. Wir sind alle unterschiedlich und was der eine leisten kann, kann dem anderen schon viel zu viel sein. Aber in unserer Leistungsgesellschaft ist es gar nicht gewünscht, solchen Erkrankungen einen Status zu geben, wie z. B. einem Beinbruch. Dann müsste man ja anerkennen, dass Leistung und Kapital nicht immer die besten Maßstäbe sind.

    Ich kann nur jedem raten, der sich irgendwie angesprochen fühlt: Holt euch Hilfe. Versucht, allen Mut den ihr habt, zu bündeln, geht zum (Haus-)Arzt eures Vertrauens und sagt „Ich brauche Hilfe!“. Danach werdet ihr euch so viel besser fühlen und könnt endlich gesund werden!

    Es ist ein weiter Weg, aber wenn der erste Schritt getan ist, fällt der zweite schon viel leichter.

    PS: Danke für die Möglichkeit, anonym zu kommentieren. Ich schäme micht nicht (mehr) für das, was mit mir passiert, aber so öffentlich mit Bild muss ich es auch nicht rausposaunen.

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